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27.11.2007

Gemeindeversammlung: Feuerwehrfusion mit Thayngen zugestimmt

Zur Budgetgemeindeversammlung vom vergangenen Freitag konnte Gemeindepräsident Hannes Germann 21 Stimmberechtigte begrüssen. Sie haben jeweils einstimmig oder mit grosser Mehrheit den Anträgen des Gemeinderates zugestimmt. Dass das aber nicht immer ohne Diskussionen ging, zeigt die überdurchschnittliche Versammlungsdauer von zwei Stunden.

Ein wichtiges Thema war die Auslagerung der Feuerwehr. Ein Sollbestand von 40 Personen ist bei 135 Einwohnern nur mit einer Feuerwehrpflicht vom Kindergarten- bis zum Rentenalter zu erreichen. Der Zusammenschluss aller Unterer-Reiat-Gemeinden mit Thayngen ist daher unumgänglich. Bei nur einer Gegenstimme haben die Stimmberechtigten der entsprechenden Vereinbarung zugestimmt.
Ab 1. Januar 2008 übernimmt Thayngen das Kommando über die Feuerwehr Opfertshofen. Mindestens 15 Personen von Opfertshofen werden in die Feuerwehr Thayngen integriert. Ziel ist, dass diese Personen im Brandfall in Opfertshofen als Ersteinsatzzug zur schnellstmöglichen Brandbekämpfung ausrücken können.
Zur Diskussion Anlass gab einzig der Artikel, der Opfertshofen verpflichtet, pro Person unter dem Minimalbestand, je 1000 Franken an Thayngen zu bezahlen. Bleibt zu hoffen, dass alle Feuerwehrpflichtigen, die grösstenteils ja auch Hausbesitzer sind und an einer gut ausgebildeten Feuerwehr Interesse haben sollten, auch in Thayngen Feuerwehrdienst leisten.
Die Finanzlage bleibt angespannt. Bei einem Aufwand von 699 000 und einem Ertrag von 611 000 Franken muss für 2008 mit einem Aufwandüberschuss von rund 88 000 Franken gerechnet werden. Der Steuerfuss für natürliche Personen ist auf 119 und derjenige für juristische auf 104 Prozent festgesetzt worden.

 
 
13.07.2007

Vier Feuerwehren sind heute zu viel

Läuft alles nach Plan, schliessen sich per 1. Januar 2008 die Feuerwehren von Altdorf, Hofen, Opfertshofen und Bibern mit jener von Thayngen zusammen. Für 722 Einwohner lohnen sich vier Feuerwehren nicht mehr.

Unterer Reiat Ein Blick in das Feuerwehrmagazin von Opfertshofen - und man bekommt das Gefühl, als sei man eben um 100 Jahre zurückversetzt worden. Kein Feuerwehrauto. Keine Hightechgeräte. Nur ein aufgerollter Löschschlauch auf einer «Karre». Der Raum ähnelt eher einer Doppelgarage denn einem Feuerwehrmagazin. An der Wand hängt eine Tragbahre. Erst beim genaueren Hinsehen entdeckt man auf der gegenüberliegenden Seite die Moderne. «Das sind unsere neuen Brandschutzjacken und Helme», präsentierte uns die Opfertshofemer Feuerwehrkommandantin Susanne Pfaff vor einiger Zeit stolz das topmoderne Material.

Für so kleine Dörfer wie Opfertshofen, Altdorf, Hofen und Bibern, die zusammen nicht einmal 800 Einwohner haben, sind die heutigen Anforderungen an eine Dorffeuerwehr kaum erfüllbar. Weder finanziell noch personell. Es  fehlt an Kaderleuten und am Bestand; an Freiwilligen aus dem Dorf, die sich im ABC der Feuerwehr schulen lassen. Aber es fehlt auch an Geld. Die vorgeschriebenen Materialanschaffungen übersteigen das Budget der vier Feuerwehren bei weitem.

Anforderungen zu hoch

Deshalb haben sich die vier Feuerwehren aus dem Unteren Reiat entschieden, dass sie per 1. Januar 2008 mit Thayngen fusionieren wollen. Die Idee wurde Ende 2006 geboren. Die Verantwortlichen im Unteren Reiat prüften zuerst einen Zusammenschluss untereinander, merkten aber, dass dies zu wenig bringt. Thayngen, das früher mit Barzheim eine ähnliche Zusammenarbeitsvereinbarung getroffen hatte, zeigte sich kooperativ. Diese Woche fand die Abschlusssitzung statt. Wenn die letzten Bereinigungen vorgenommen sind, werden die politischen Gremien und der Kanton Schaffhausen die Vereinbarungen prüfen. Thayngens Feuerwehrkommandant Andreas Beutel geht davon aus, dass dieser Zusammenschluss reibungslos über die Bühne geht.
Die vier kleinen Feuerwehren werden - sofern die Zusammenlegung erfolgt - organisatorisch in jene von Thayngen eingebunden. Dass sich kleine Dorffeuerwehren zusammenschliessen, ist nicht neu. Unlängst sahen sich im Kanton Schaffhausen diverse zu diesem Schritt gezwungen. So entstanden zum Beispiel die Verbandsfeuerwehr Oberer Reiat (Stetten, Lohn Büttenhardt) und der Wehrdienstverband Oberklettgau (Beringen, Löhningen, Guntmadingen).
Trotz des Zusammenschlusses der Feuerwehren von Opfertshofen, Altdorf, Hofen und Bibern mit ihrer aktuellen Stützpunktfeuerwehr Thayngen bleiben die Dorffeuerwehren bestehen. Sie fungieren künftig als Aussenzüge. Denn die Feuerwehr muss gemäss Leistungsauftrag innert zehn Minuten nach erfolgter Alarmierung auf dem Brandplatz sein. Von Thayngen aus wäre dies nicht überall erfüllbar. Deshalb werden die Reiatdörfer bis auf weiteres verpflichtet sein, eine gewisse Anzahl Leute zu stellen. Je nach Entwicklung bezüglich Fusion der Gemeinden Altdorf, Bibern, Hofen und Opfertshofen mit Thayngen wäre es vorstellbar, dass später der Untere Reiat nur noch über einen Aussenzug verfügen würde.
Am meisten ändert sich mit dem Zusammenschluss für Hofen. Es verliert dadurch seinen Sonderstatus. Hofen verfügt über die schweizweit einzige noch bestehende Freiwillige Feuerwehr. Das bedeutet unter anderem, dass auch Hofens Einwohner in Zukunft Feuerwehrpflichtersatz-Zahlungen leisten müssen.

Zusammenschluss Die wichtigsten Änderungen

Bestand Reduktion des Bestandes in den vier Dörfern des Unteren Reiats um rund 30 Prozent.
Material Alles Material geht in  den Besitz der Feuerwehr Thayngen über, die künftig für die Ausrüstung zuständig ist. Investitionen im Bereich der Brandschutzjacken werden nötig sein. Thayngen soll deshalb von den vier Gemeinden finanzielle Mittel zugesprochen bekommen.
Feuerwehrpflichtersatz Künftig gilt für alle der Ansatz von Thayngen.
Geld Für die Feuerwehr Thayngen dürfte sich durch den Zusammenschluss ein kleiner, noch nicht bezifferter Mehraufwand ergeben.

 

16.05.2003

Angeklagte freigesprochen

Kantonsgericht: Grossbrand in Thayngen

Der Brand eines Bauernhofes in Thayngen hatte gestern vor dem Kantonsgericht ein juristisches Nachspiel.

Thayngen/Schaffhausen. Vor dem Kantonsgericht wurde gestern in einem ganztägigen Prozess ein spektakulärer Grossbrand aufgerollt, der am 4. Oktober 1998 im Ökonomiegebäude eines Bauernhofes am Rande von Thayngen ausgebrochen war. Alle Bewohner des angrenzenden Wohnhauses konnten sich glücklicherweise retten. 440 Tiere des Schweinemast-Grossbetriebes kamen hingegen in den Flammen um oder mussten notgeschlachtet werden.

Heizungsanlage überhitzt

Zum Brand war es gekommen, weil der Bauer des Hofes während einiger Tage seinen Holzofen im Ökonomiegebäude intensiv in Betrieb hatte, um den Körnermais zu trocknen. Er verfeuerte eine grosse Menge geschreddertes Tannenholz, wodurch die Heizungsanlage überhitzt wurde und ein Kaminbrand entstand. Aus dem Kamin, das kleine Risse aufwies, drangen heisse Rauchgase aus, die im Häckselstroh, das der Landwirt direkt am Kamin gelagert hatte, einen Glimmbrand verursachten. Dieser führte schliesslich etwa acht Stunden später zum offenen Feuer.
Vor dem Einzelrichter Ernst Sulzberger mussten sich gestern ein 34-jähriger Kaminfeger und ein 53-jähriger Gemeindearbeiter, der bis zum Brandfall im Nebenamt gelegentlich Feuerschauen durchführte, wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst verantworten. Sie hatten gegen den Strafbefehl, der sie mit Bussen von je 500 Franken bestraft hatte, Einsprache erhoben. Der 52-jährige Landwirt des betroffenen Bauernbetriebes akzeptierte den Strafbefehl und die Busse von 1000 Franken. Er war indes als Zeuge im Prozess dabei und betonte unter anderem, er habe seit vielen Jahren Häckselstroh neben dem Kamin deponiert und sei davon ausgegangen, dass dies unbedenklich sei.

Risse nicht sichtbar gewesen

Der Kaminfeger beteuerte, er habe die feinen Risse im Kamin bei seiner letzten Kontrolle vom 18. Mai 1998 gar nicht sehen können. Denn er habe das Kamin nur vom Dach aus routinemässig kontrolliert. Eine Kontrolle des Kamins im ersten Stock, wo sich das Russtor befindet, wäre auch gar nicht möglich gewesen. Denn der Bauer habe es aussen Stehenden mit einer Tafel verboten, durch den Stall zum ersten Stock zu kommen. Auf Beanstandungen habe der Bauer auch stets ungehalten reagiert, was drei frühere Lehrlinge und der Kaminfegermeister als Zeugen bestätigten.
Die zum Prozess aufgebotenen Experten, Martin Lory und René Ackermann vom wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich, untermauerten die Aussagen des Kaminfegers. Dieser habe die Risse ohne einen Spiegel oder den Einsatz von Rauchpetarden nicht feststellen können.
Die Aussagen des angeklagten Gemeindearbeiters, der vom zuständigen Beamten mit der Feuerschau beauftragt war, warfen ein ungünstiges Licht auf die Organisation der Thaynger Feuerschau bis zum Brand 1998. Es habe kein Plan existiert, welche Liegenschaften zu kontrollieren seien. «Wenn ich neben meinen vielen andern Aufgaben einmal Zeit hatte, kontrollierte ich eine Liegenschaft.» So wusste der Mann nicht, wann er den Bauernhof letztmals kontrolliert hatte. Denn: Es gab kein Register, obwohl die Brandschutzverordnung dies verlangt.
Die Verteidiger Oskar Müller und Hanspeter Sorg beantragten für beide Angeklagten einen Freispruch und übten in ihren Plädoyers harte Kritik an der Untersuchung. Zum Brand habe das Verhalten des Bauern geführt. Die Angeklagten hätten nicht gegen das Gesetz verstossen.

Keine Pflichtwidrigkeit
Ernst Sulzberger sprach die Angeklagten in der Tat von Schuld und Strafe frei. Der Kaminfeger habe keine Pflichtwidrigkeit begangen, da er seit 1993 keinen Zutritt mehr zum ersten Stock mehr gehabt habe. Und er habe nicht gewusst, dass der Bauer Shredderholz verfeuere. Der Feuerschauer und Gemeindearbeiter sei ebenfalls unschuldig. Die Brandschutzverordnung erwähne ausdrücklich, dass der gewählte Gemeindevertreter und dessen Stellvertreter für die Feuerschau verantwortlich seien. Im Prozess sei ihm der Eindruck entstanden, «dass hier die Hunde die Letzten gebissen haben». Punkto Kommunikation zwischen Feuerschau, Feuerwehr und Kaminfegern habe in Thayngen vieles im Argen gelegen.

12.03.2003

«Zusammen sind wir stark»

Brandstiftung

«Zusammen sind wir stark»

Thayngen. Aufgrund einer weiteren möglichen Brandstiftung kann eine gewisse Verunsicherung um sich greifen. Dies teilt Bernhard Müller, Gemeindepräsident von Thayngen, in einem Communiqué mit. Thayngen verfügt über eine schlagkräftige Feuerwehr, die sehr rasch und kompetent handelt. Die Polizei überzeugt, indem eine Grossgruppe an Fachleuten die Ursache sehr genau feststellen kann, intensiv Spuren sichert, unzählige Befragungen führt und Erkenntnisse zusammenträgt. Dies, um bei entsprechenden Indizien die Falle zuschnappen zu lassen. Auch weiss die Gemeinde Thayngen zu schätzen, dass die Schaffhauser Grenzgemeinden stark vom Einsatz der Grenzwache profitieren, die als sehr gut ausgerüstete Sicherheitspatrouille sowohl am Tag als auch in der Nacht die Dörfer überwacht.

Aufgrund dieser umfangreichen Sicherheitselemente können die Thayngerinnen und Thaynger die Gewissheit haben, dass alles in der Macht von Polizei, Grenzwache, Feuerwehr, Samariterverein und Zivilschutz Stehende unternommen wird, um die Sicherheit der Einwohner zu gewährleisten, so Bernhard Müller. Eine aufmerksame Bevölkerung und gut ausgerüstete Sicherheitsorganisationen bilden eine kräftige Einheit, die zusammen sehr stark wirken. Dank dieser Erkenntnisse muss und darf sich die Thaynger Bevölkerung nicht verunsichern lassen.

(Mitg.)