Wenn der Herbst ins Land zieht, ist es auch Zeit für die alljährlichen Feuerwehrhauptübungen. So ebenfalls für die Stützpunktfeuerwehr Thayngen, die eine spektakuläre Leistungsschau mit einem originellen Finale bot.
Ausgangspunkt der Hauptübung am Samstagnachmitag war die Darstellung eines aussergewöhnlichen Verkehrsunfalls im Bereich der Einmündung der Kesslerlochstrasse in die Schaffhauserstrasse zwischen einer Velofahrerin und einem landwirtschaftlichen Traktor mit Anhänger, in den kurz darauf noch ein Personenwagen knallte. Die bewusstlos unter dem Traktor liegende Velofahrerin musste, gerettet werden, während die im Auto eingeklemmten verletzten Personen zu befreien waren.
Die grossen Anzahl von Schaulustigen verfolgte von der Parkierrampe des Bahnhofs aus die Rettungsaktionen durch die Feuerwehrsanität und Pioniertruppe sowie den Aufbau des 3- fachen Brandschutzes. Die unter dem Kommando von Oblt. Karl Meier stehende Einsatzgruppe von 78 Feuerwehrfrauen und -männern operierte überlegt und ohne Hektik und Diskussionen. Oblt. Thomas Mezger erläuterte jeweils dem anwesenden Publikum mit Megafon informativ die einzelnen Rettungsaktionen. So die Bergung der verletzten Velofahrerin unter dem Traktor und die Befreiung der eingeklemmten Autoinsassen durch Entfernen der Scheiben und Abtrennen des Autohimmels. Doch es kam anschliessend noch schlimmer. Ein in hohem Tempo vom Kesslerloch herkommender Autofahrer, irritiert vom Unfallplatz, prallte in das Gebäude der Firma Reiat Bau, fing Feuer, welches dann ebenfalls auf das Gebäude übergriff, in dem sich noch diverse Personen befanden, Rauch und Feuer stellten eine realistische Gefahrensituation dar. Mit Handschiebeleitern wurden die vom Rauch beeinträchtigten Personen aus dem brennenden Gebäude gerettet, während man mit einem Wasserwerfer von der Autodrehleiter aus Feuerschutz gab.
Einen Gag sondergleichen gab es gleich nachher. Eine Rettungswanne wurde von der 30 Meter hohen Autodrehleiter auf das Bahnhof-Parkiergelände, wo sich die Zuschauer befanden, gehisst. Doch statt eines Verletzten befanden sich darin - oh Überraschung! - auf Eis gelagerte Getränke aller Art für die durstigen Zuschauer und die wackeren Feuerwehrfrauen und -männer.
Anschliessend an die spektakuläre Hauptübung traf man sich im Reckensaal zum Aperitif und zum traditionellen, überaus mundenden Nachtessen mit allem Drum und Dran.
Herzlichen Dank an Karin Leu, Elsbeth Aeberhard und Susanne Egloff. Ihr habt uns wieder sooooo verwöhnt mit euerm Dienst
Beförderungen
Oberleutnant: Matthias Beutel, Wachtmeister: Michael Peter, Korporal: Matthias Maier, Martin Hefti, Gefreiter: Urs Winzeler